Ein Loblied auf den Bofrost-Katalog

Ich mache das ja jetzt schon viele Jahrzehnte. Und ich hatte schon viele Bofrost-Kataloge in den Händen.
Und ich sage es ehrlich, in manchen jahren habe ich mich fast ein bißchen geschämt. Diese Kataloge waren so bieder und hausbacken…
Einige Kollegen sprachen schon von der „Rentnerpost“, wenn sie die Kataloge meinten.

Aber der aktuelle Genießer-Katalog Frühling/Sommer 2018 ist mit einer der schönsten, die wir je hatten.

Er ist erstmal 159 Seiten stark. Das ist schon mal was Handfestes. Da hat der Kunde nicht nur so ein Schlabberheftchen in der Hand, sondern einen richtigen Katalog.
Das Titelbild spricht mich an. Es ist richtig gut fotografiert, zeigt eine Komposition von Eiswaffeltüten und Früchten. Schon dadurch wird gezeigt: „Mit Bofrost kannst Du was machen!“ Denn das sind ja keine Produkte, die es im Katalog so zu kaufen gibt. Prima gemacht!

Und im Inneren geht es weiter: „Iss anders!“ „Neue Ideen zum Geniessen.“ heißt es dort.
Das ist genau die Sprache, die Bofrost braucht, um sowohl junge, als auch ältere Kunden anzusprechen.
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Die neuen Nachbarn

Nach unserem gestrigen Erlebnis mit den neuen Nachbarn waren wir ziemlich verschreckt.
Ich muß ehrlich sagen, das hat uns doch etwas mitgenommen.
Wir wollten nur freundlich sein und den Neuen den Einstand in der neuen Umgebung etwas erleichtern, und wir wurden doch ziemlich rüde abgebürstet.

Heute Morgen ging das weiter.
Meine Frau schiebt die Mülltonne raus. Der Müllwagen kommt immer so gegen elf.

„So geht das aber gar nicht!“, kräht die neue Nachbarin meiner Frau zu, sagt aber nichts weiter, sondern ruft ihren Mann: „Bernward, kommst Du mal?“

Bernward!

Bernward kommt dann auch und seine Frau wispert ihm etwas zu. Dann geht er zu meiner Frau und sagt: „Ich glaube, wir haben das gestern nicht klar genug gesagt. Wir sind nicht auf Kumpanei oder Verbrüderung aus. Bitte stellen Sie die Tonne etwas weiter vor Ihr Haus. Die Grenze ist ja wohl eindeutig durch diesen Zaunpfahl gekennzeichnet. Bis zum Pfahl geht Ihr Grundstück und hier fängt unser Grundstück an. Ja?“

Meine Frau sagte dann abends zu mir: „Ich habe gar nicht gewußt, was ich sagen soll. Die Tonne habe ich seit Jahren da hin gestellt und die Nachbarn stellten ihre immer direkt daneben. Mal mehr bei uns, mal mehr bei denen… Da kam es nie drauf an, Hauptsache sie stehen etwas beieinander, dann haben es die Müllmänner doch einfacher.“

Ich sage nur: „Das kann ja noch lustig werden, mit denen.“

Freude mit dem Nachbarn

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.

So sagt der Volksmund.

Und der Volksmund hat Recht.

Meine Frau und ich sind friedliebende Menschen. Wir wohnen schon 15 Jahre in unserem Häuschen. Es ist ein freistehendes Haus in einer kleinen Siedlung am Stadtrand.
Bis vor zwei Monaten wohnten links von uns der pensionierte Stadtkämmerer und seine Frau. Da seine Frau nun zu einem Pflegefall geworden ist, sind die beiden in die Eifel zu ihrer Tochter gezogen und haben das Haus hier verkauft.
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Aschermittwoch

Aschermittwoch! Karneval ist vorbei.
Also, ich gehöre nicht zu den Karnevalfeinden. Ich gerate jetzt wegen Karneval nicht in Ekstase, wir verbringen nicht jeden Abend auf einer Kappensitzung und wir müssen auch nicht unbedingt in eine der Karnevalshochburgen fahren, um einen Umzug anzusehen.

Aber ein paar Sitzungen schauen wir uns gemütlich im Fernsehen an, oft mit Zwischendurch-Wegzappen, wenn mal ein Vortrag langweilig oder zu platt ist.
Und ich freue mich persönlich immer über Kinder, die sich verkleidet haben.

Jetzt bin ich aber auch wieder froh, dass das alles vorbei ist.

Irgendwie schlagen da zwei Herzen in meiner Brust.

Einerseits ist das deutsche Kultur und gehört zur Tradition, andererseits ist da vieles auch aufgesetzt und mit so eine bärbeißigen Lustigkeit vorgetragen.

Wie seht Ihr das?

Der ruhende Verkehr

Ich komme heute Mittag in die Schwanenstraße, um drei Kundenbesuche zu machen.
Dort parke ich erst ganz kurz in zweiter Reihe, weil ich sehe, dass weiter vorne gleich was frei wird.

Zwei Hilfspolizisten pirschen sich von Südsüdost heran. Ich sehe im Spiegel, dass der eine den anderen antippt und auf meinen Wagen deutet.
Der grinst und zückt schon seinen Strafzettelcomputer.
Klar, in zweiter Reihe darf ich nicht halten oder parken.

Aber….

Diese Hilfspolizisten tragen zwar auch dunkelblaue Uniformen, wie richtige Polizisten, aber sie sind keine richtige Polizei.
In diesem Fall gehören sie zum Ordnungsamt, und das steht auch hinten auf ihren Jacken drauf.

Und solche Ordnungshüter sind für den ruhenden Verkehr zuständig.

Wikipedia weiß dazu:
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Rosenmontag

Ich bin, ehrlich gesagt, sehr froh, dass bei uns in der Gegend der Rosenmontag keine so große Rolle spielt.
Umzüge mit Fußgruppen und geschmückten Wagen gibt es hier immer am Sonntag. Und närrisches Treiben gibt es dann noch einmal am Dienstagnachmittag.
So wie unser Chef derzeit drauf ist, passt das ganz gut.
Der würde uns nämlich auch fahren lassen, wenn heute überall Umzüge wären.

Und das würde bedeuten, dass Du ständig vor gesperrten Straßen stehst und die Ware kilometerweit tragen musst.
Aber so, wie es jetzt ist, ist es gut.

Heute fahren wir alle ganz normal raus und für morgen Nachmittag haben wir in der Niederlassung gekämpft. Da geht keiner von uns auf Tour.
Denn viele Geschäfte haben morgen Nachmittag geschlossen und sehr viele Leute sind unterwegs. Da würde man sowieso viele Kunden gar nicht antreffen.

Haltet bitte Abstand an Straßenecken

Die Parkplatzsituation in vielen Städten und Gemeinden ist katastrophal.
Straßen, gebaut vor 100 oder 200 Jahren, gerade breit genug für ein Pferdefuhrwerk, müssen heute für beidseitiges Parken und die Fahrbahn reichen.
Die Norm für Parkplätze wurde gemacht, als Autos im Schnitt noch 20 cm schmaler und 30 cm kürzer waren.
Nicht jeder fährt ja einen Smart. Viele Leute fahren SUVs, Vans oder andere Fahrzeuge, die größer sind.

Auch die großen Außenspiegel tragen deutlich dazu bei, daß die Fahrbahnen immer schmaler werden, weil die Spiegel weit in den Verkehrsraum ragen.

Wir Bofrost-Verkäufer können alle gut fahren und kommen auch noch in die engste Gasse.
Aber wenn sich andere Verkehrsteilnehmer ihre PKW zu eng oder zu nah an die Kreuzungen stellen, dann wird es eng.
Vorgeschrieben sind hier 5 Meter Abstand.

Man muss also 5 Meter von der nächsten Straßenecke wegbleiben, das ist in etwa 1 Fahrzeuglänge.

Wer das nicht einhält, der riskiert abgeschleppt zu werden.

Denn das zu nahe Parken an Einmündungen und Kreuzungen ist nicht ohne. Im Falle eines Brandes wird auch die Feuerwehr erhebliche Schwierigkeiten haben, mit ihren Fahrzeugen bis zum Brand vorzurücken. Dann müssen die im Weg stehenden Autos von der Feuerwehr beseitigt werden. Und dabei ist die Feuerwehr nicht unbedingt zimperlich. Außerdem winkt auch noch eine fette Anzeige. Einmal davon abgesehen, daß Menschenleben auf dem Spiel stehen.

Die Narren sind los

Altweiberfastnacht. An solchen Tagen bin ich froh, daß zu unserer Dienstkleidung kein Schlips gehört.
Unsere Chefs tragen meistens Krawatten, aber sie sind gewappnet. Entweder ziehen sie an diesem Tag ganz alte Krawatten an oder gar keine.

Gar keine, das finde ich jetzt doof. Denn die Frauen in unserer Niederlassung freuen sich ja auf diese närrische Gekegenheit. Wenn dann einer, der das ganze Jahr mit Schlips herumläuft, ohne Schlips in die Firma kommt, signalisiert er ja, dass er den Spaß nicht mitmachen will. Schnell hat man da den Ruf eines Spielverderbers inne.

Am Besten macht es der Niederlassungsleiter. Der sagte heute Morgen: „Ich bekomme zum Geburtstag und zu Weihnachten immer Krawatten geschenkt. Einige davon sind grottenhäßlich. Davon nehme ich 3 Stück an Altweiberfastnacht mit und zwar die häßlichsten. Und die binde ich mir dann nacheinander um und lasse sie mir herzlich gerne abschneiden. Die muß ich dann wenigstens nie wieder anziehen.“

Die besseren Side-by-Side-Kühlschränke

Gestern schrieb ich über riesige Side-by-Side-Kühlschränke.
Direkt danach fragte mich eine Leserin, welche Art von Kühlschränken ich denn empfehlen würde.

Besser sind solche Geräte hier:

Blomberg side-by-side

Bei diesem Blomberg-Gerät wurde auf den Eiswürfelspender verzichtet. Außerdem ist er horizontal unterteilt. Oben hat man einen doppeltürigen Kühlschrank mit massig Platz. Unten gibt es 4 riesige und 2 kleinere Gefrierschubladen und eine Einfrierablage.

Man sollte sich genau überlegen, ob man wirklich einen Eiswürfelspender benötigt. Einmal benötigt man oft einen Wasseranschluß in Kühlschranknähe, um ihn zu betreiben und zum anderen verbraucht die ständige Produktion von Eiswürfeln auch viel Energie. Abgesehen davon sind diese Eisspender reparaturanfällig und nehmen im Gerät viel Platz weg.
Außerdem, wie oft benötigt mn wirklich Eiswürfel?

Meine Methode für Eiswürfel: Ich kaufe eine Rolle mit abtrennbaren Eiswürfelfolienbeuteln. Die befüllt man mit Wasser und knotet sie zu. Nach ein paar Stunden habe ich schöne, ewig haltbare Eiswürfel. Die muß ich bei Bedarf nur schnell durch die Folie drücken.

Kostet so gut wie nix und nimmt keinen unnötigen Platz weg.

Wenig Stauraum trotz großem Kühlschrank

Ganz beliebt sind die großen Side-by-side-Kühlschränke.

Ich persönlich finde die auch toll.
Aber als Bofrost-Verkaufsfahrer sehe ich das mit gemischten Gefühlen. Denn viele dieser Riesenmonster bieten im TK-Teil kaum Platz.
Das Abteil zum Kühlen ist groß. Hier findet weitaus mehr Platz, als in herkömmlichen Kühlschränken.
Aber der Teil, in dem tiefgekühlte Produkte gelagert werden, der ist oft sehr klein.

Wie kommt das, werden Sie sich fragen.
Nun, die Tür des TK-Abteils ist zwar riesig, aber wenn man sie aufmacht, ist bei vielen Modellen kaum Platz dahinter.
Im unteren oder oberen Teil geht viel Raum verloren, weil dort die Kompressoren sitzen.
Außerdem sind in der Tür Eiswürfelspender, Eiswasserspender und die Ablage für die produzierten Eiswürfel integriert.
Diese Apparate ragen weit in den Raum des TK-Schranks hinein, sodaß hier keine Ware untergebracht werden kann.

Side-by-side-Kühlschrank von AEG

Auf dem obigen Bild sieht man deutlich, was ich meine. Der Hersteller zeigt auf diesem Bild, daß im linken Abteil oben mehr als ein ganzes Fach für die Technik verlorengeht. In der Tür befindet sich der Eiswürfelspender, der weit in den Gefrierraum ragt. Man zeiugt auf dem Bild das TK-Abteil mit ganz wenig Inhalt, damit der Betrachter den Eindruck von Leere und viel Raum bekommt. Tatsächlich ist das aber insgesamt ein nur ganz winziger Raum.

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